Schweinfurt sichert sich Bronze

Am vergangenen Wochenende fanden in Kellinghusen die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frau und Frauen statt. Bei den Männern sicherte sich Serienmeister TSV Pfungstadt im Finale gegen Berlin den Titel. Platz 3 sicherte sich der TV Oberndorf mit 3:0 gegen den TSV Hagen. Zuvor gewann das Team die Qualifikation mit 3:2 gegen Ausrichter Kellinghusen und unterlag dann dem späteren Vizemeister VfK Berlin. Bei den Frauen wurde der Ahlhorner SV deutscher Meister, gefolgt von Schneverdingen, Calw und Kellinghusen.

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2:3 gegen Schweinfurt – Kellinghusen verpasst Heim-Halbfinale

Kellinghusen (DFBL/bec). Für die Männer von DM-Ausrichter VfL Kellinghusen ist das Turnier sportlich schon nach einer Partie Geschichte. Der VfL unterlag in seinem Qualifikationsspiel dem TV Schweinfurt-Oberndorf mit 2:3 Sätzen.

Der erste Auftritt des DM-Gastgebers VfL Kellinghusen startet nach Wunsch für den VfL. 5:3 führen die Schleswig-Holsteiner gegen den TV-Schweinfurt-Oberndorf. Das Team um Dreifach-Weltmeister Fabian Sagstetter kommt jedoch schnell wieder heran. Erste Satzbälle hat der VfL bei 10:8. Nutzen kann er sie jedoch nicht. So ist es dann TVO-Schlagmann Oliver Bauer, der mit zwei druckvollen Rückschlägen das 12:10 herausspielt.

Ein ähnliches Bild bietet sich den Zuschauern auch in Abschnitt zwei. Wieder geht es ausgeglichen durch den Satz, wieder hat Kellinghusen erste Satzbälle. Erneut gelingt Bauer der 10:10-Ausgleich. Doch diesmal lässt der VfL sich nicht so leicht übertrumpfen. Rouven Schröder sorgt mit ganz viel Übersicht für den Satzausgleich – 13:11.

Danach läuft es immer besser bei Schweinfurt, vor allem bei Kapitän Fabian Sagstetter. Bei seinem letzten Auftritt als Faustballer – ab September spielt Sagstetter als Profi in der Volleyball-Bundesliga – zeigt er spektakuläre Rettungsaktionen und sorgt auch noch selber für wichtige Punkte. Bei 9:3 steht der TVO kurz vor dem Satzgewinn, bei 11:3 ist er eingefahren.

Kellinghusen macht einen Haken hinter den klar verlorenen Satz und spielt zu Beginn von Satz Nummer vier wieder stärker. Das Service von Sascha Heidrich passt nun wieder besser und in der Abwehr gelingen Marten Kabbe erneut spektakuläre Aktionen. So steht es – nach längeren Spielstandsdiskussionen mit Schiedsrichter und Betreuern – wieder ausgeglichen 4:4. Bei 7:6 hat der VfL dann die Nase vorne. Rouven Kadgien erhöht auf 9:6. Schweinfurt kann nur noch verkürzen und kassiert den Satzausgleich: 11:8 durch Sascha „Heidi“ Heidrich.

Wieder muss ein fünfter Satz entscheiden – und wieder wechselt die Führung. Schweinfurt steht beim 6:3 zum allerletzten Seitenwechsel schon kurz vor dem Einzug ins Halbfinale. Als dann noch Fabian Sagstetter kurz punktet, ist der Widerstand des Gastgebers gebrochen. Ein umjubelter – und eigentlich ungewollter – Punkt der Schweinfurter sorgt für das 9:5. Dann gibt’s Matchbälle – und Neu-Volleyballprofi bringt sein Team mit einem Rückschlag auf die Füße von Heidrich ins Halbfinale der Faustball-DM 2019. Gegner wird dort der VfK Berlin.

Klare Angelegenheit: Berlin sprintet ins Endspiel

 

Kellinghusen (DFBL/bec). Das ging zum ersten Mal an diesem DM-Tag fix: Mit 3:0 Sätzen hat der VfK Berlin sein Halbfinale gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf gewonnen.

Dieses Duell gehört schon fast zum Standardprogramm einer jeden DM: Wie so oft stehen sich Nordmeister VfK Berlin und Süd-Vize Schweinfurt-Oberndorf in der Vorschlussrunde gegenüber. Und der VfK legt im Expresstempo los zieht zum 5:0 davon. Diesen Vorsprung bringt Berlin dann sicher durch den Satz – ein unterschnittener Kurzer von Sebastian Kögel sorgt fürs 11:6. 

Ähnlich deutlich gestaltet sich auch Durchgang zwei. Denn dass die Berliner hier frisch aufspielen, während die Schweinfurter bereits fünf Sätze unter sengender Sonne hinter sich haben, ist deutlich zu sehen. So wird es wieder eine recht klare Angelegenheit – 11:7 für den VfK.

Dann machen es die Berliner selber spannend. Nach mehreren Fehlern beim Service führt der TVO erstmals deutlich mit 4:1. Nun kann auch Ausnahmespieler Fabian Sagstetter seine Qualitäten wieder ausspielen und mit einem Preller zum 5:1 erhöhen. Der sichere Satzgewinn ist das jedoch noch lange nicht, denn bei 6:6 ist der VfK wieder da – um dann allerdings wieder zwei Punkte zu kassieren. Mittlerweile hat beim Nordmeister Manuel Kögel das Zuspiel von Tobi Andres übernommen. Berlin hat parallel die Führung übernommen und den ersten Matchball herausgespielt – Sebastian Kögel ist kurz erfolgreich.

Der erste Matchball bringt die Berliner auch ins Finale – und die Zuschauer haben das schnellste Spiel des Tages gesehen. Im Endspiel trifft der VfK auf den Sieger der Partie Pfungstadt gegen Hagen – Schweinfurt spielt im kleinen Finale gegen den Verlierer.  

Keine Probleme mit Hagen: Schweinfurt holt die Bronzene

 

Kellinghusen (DFBL/bec). Bronze bei den Männern gewinnt die Mannschaft des TV Schweinfurt-Oberndorf. Gegen den TSV Hagen 1860 setzt sich die Mannschaft von Nationalmannschaftskapitän Fabian Sagstetter deutlich mit 3:0 Sätzen durch.

Nach dem begeisternden Flutlicht-Match vom Samstagabend, in dem Hagen nur ganz knapp dem Serienmeister TSV Pfungstadt unterlegen war, wollten sich die von vielen Fans unterstützten Westfalen unbedingt mit Edelmetall belohnen. Doch der TV Schweinfurt-Oberndorf war am heutigen Tag einfach zu stark. Auf dem windigen Centercourt stellten Oliver Bauer und Sagstetter ihre Kontrahenten immer wieder vor Probleme.

In Satz eins setzen sich die Franken schnell ab, führen schon nach wenigen Minuten mit 8:4. Hagen gelingen maximal zwei Punkte in Serie, sodass der Durchgang relativ ungefährdet mit 11:8 nach Schweinfurt geht.

Noch deutlicher läuft es im zweiten Abschnitt: Nach 1:0-Führung des TSV zieht der TVO schnell davon, macht nach 7:5-Zwischenstand wieder vier Punkte in Serie und das 11:5 klar.

Hagens Fans versuchen, ihr Team noch einmal zurück ins Match zu pushen – doch mehr als eine 2:0-Führung im dritten Durchgang will einfach nicht gelingen. Bis zum 8:8 sind beide auf Augenhöhe, dann entscheidet Schweinfurt wieder die wichtigsten Ballwechsel des Spiels für sich: 11:9 und damit 3:0 für Schweinfurt-Oberndorf, den Bronzemedaillengewinner der Kellinghusen-DM.

TSV Hagen 1860 – TV Schweinfurt-Oberndorf 3:0 (11:8, 11:4, 11:9)

Das Team: Oliver Bauer, Maximilian Lutz, Jaro Jungclausen, Johann Habenstein, Fabian Sagstetter, Robin Göttert, Janne Habenstein, Florian Dworaczek